TRADITION

Tradition & Philosophie

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Der Geist ist sowohl die Quelle des Glücks als auch die Wurzel des Leidens. Es wohnt ihm eine ebenso außerordentliche Heilkraft inne wie auch die Fähigkeit, uns krank zu machen. (Buddha)

Die Tibetische Medizin ist buddhistisch geprägt und vereint das Wissen der traditionellen chinesischen, mongolischen und tibetischen Heilungslehren und ganz besonders des indischen Ayurveda. Sie ist nicht geografisch eingeschränkt. Und sie ist auch mehr als »Medizin«: nämlich eine philosophische Schule, die dem Menschen hilft, sich als Individuum innerhalb einer Gesellschaft zu erkennen und einzuordnen.

Die Tibetische Medizin betrachtet den Menschen als ein komplexes System vielfältiger Energien. Seele und Materie, Psyche und Körper gehören zusammen, ihre Kommunikation und ihr ausgeglichenes Zusammenspiel sind die Voraussetzung für körperliche und geistige Gesundheit.

Auf faszinierende Weise erfüllt sie den Anspruch an eine Geist und Körper umfassende Heilkunst, die auch schwere Zivilisationskrankheiten aufzulösen vermag, dauerhaft wirkt, und zwar ohne schädliche Nebenwirkungen. Die Tibetische Medizin sieht den Menschen als ein energetisches System, in dem Materielles und Feinstoffliches – Körper, Psyche und Bewusstsein – unauflöslich miteinander verwoben sind.

Krankheiten resultieren aus dem Bewusstsein, ja sie spiegeln den mentalen Zustand wider. Echte Heilung besteht nicht in der Symptombehandlung mit Pillen, sondern im Erkennen der mentalen Muster, die uns krank machen, letztlich in der Erkenntnis, wer wir sind.

Im Zentrum der Tibetischen Medizin steht die ayurvedische Lehre von den drei »Säften« Wind, Galle und Schleim. Wind entspricht dem Element Luft, Galle dem Element Feuer und Schleim entspricht einer Kombination aus Erde und Wasser.

Die Säfte sind nicht als konkrete physikalische Substanzen zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um einen Komplex aus feinstofflichen Energien, die die materielle wie die psychische Seite der Körperfunktionen betrifft. Das Zusammenspiel der drei Säfte entscheidet über körperliche und seelische Gesundheit. Jede Krankheit hat aus Sicht der Tibetischen Medizin eine geistige Wurzel.

Dem verallgemeinernden Menschenbild in der naturwissenschaftlich geprägten Medizin steht in der Tibetischen Medizin ein individuelles entgegen: Der Patient wird immer als Individuum, als einzigartige Kombination verschiedener Elemente aufgefasst. Erst wenn der Heiler erkannt hat, welche Elemente seinen Patienten bestimmen und welches Element gestärkt werden muss, kann er die richtige Therapie finden.

Entsprechend unterschiedlich wird behandelt: Während die westliche Medizin dem Kopfschmerz meist mit der Verabreichung nebenwirkungsreicher Schmerzmittel begegnet, interessieren den Heiler der Tibetischen Medizin die tiefer liegenden Ursachen der Schmerzen, die er als ein Symptom betrachtet, als eine körperliche Manifestation von unausgeglichenen Elementen und von mentalen Blockaden. Diese zu erkennen bzw. dem Patienten erkennbar zu machen und dadurch geistige Energien wieder strömen zu lassen, ist sein Ziel. Werden die psychogenen Faktoren einer Störung erkannt und behoben, so ist der Kopfschmerz überwunden – nicht nur aktuell, sondern meist für immer.

Das wichtigste Ziel der Tibetischen Medizin ist Prophylaxe. Das heißt, jeder Einzelne kann sich körperlich und geistig gesund erhalten, wenn er sich selbst kennt. Wenn er weiß, welchem vorherrschenden Elemente-Typ er zugehört, kann er sich selbst besser einschätzen. Die Kenntnis der eigenen physischen und psychischen Bedingungen ist eine enorme Orientierungshilfe, mit der man sich selbst akzeptieren und durch entsprechendes Verhalten körperlich und geistig gesund erhalten kann.
Beispielsweise kann man als »Feuer-Typ« Bluthochdruck, Hauterkrankungen und Infarkte vermeiden, indem man seine Feuerkraft in kreative Bahnen umlenkt.

 

 

 

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